Landschaftsverband Rheinland - Qualität für Menschen

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Metzgerei 1947

Szene in der Ausstellung: Der Nahrungsmittelmangel ist auch in Metzgereien stark spürbar

Die Versorgungslage der Bevölkerung mit Lebensmitteln war katastrophal. Die Geschäfte waren ohne Waren. Der Schwarzmarkt beherrschte das Wirtschaftsleben. In den Bäckereien, Lebensmittelläden und Metzgereien fehlten selbst die Produkte, die auf Lebensmittelmarken erhältlich waren. Durch dieses Bezugssystem sollte die Grundversorgung der Bevölkerung sicher gestellt werden. Darüber hinausgehende Wünsche waren nur auf dem Schwarzmarkt zu befriedigen. Die Metzgereien blieben ohne Fleisch. Allerdings wurden auch häufig Schwarzschlachtungen durchgeführt und die Waren unter der Ladentheke verkauft.

 

"Auf dem Schwarzmarkt, der ein Tauschmarkt war, galten amerikanische Zigaretten als Leitwährung. Bei allen Gütern lagen die Schwarzmarktpreise um ein Vielfaches höher als die offiziellen Preise. So kostete 1 Liter Speiseöl, sofern es angeboten wurde, 1947 2,50 Reichsmark; auf dem Schwarzmarkt war er unter 150,00 Reichsmark nicht zu erhalten. Der Schwarzmarkt hatte in den Großstädten ein solches Ausmaß angenommen, dass man heute davon ausgeht, dass ca. ein Viertel aller Güter in der Nachkriegszeit schwarz gehandelt wurde."
(Thomas-Ziegler, Sabine: Mer bruche nit mih zo verdunkele. Museumsmagazin 1998, S. 25, Kommern 1998.)

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