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Chronik

HJ - Der Weg zur Staatsjugend

Der Machtübernahme der Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 folgte umgehend die Durchsetzung des Macht- und Alleinvertretungsanspruchs der "Hitlerjugend" (HJ).

Nachdem am 5. April 1933 die Zentrale des "Reichsausschusses der Deutschen Jugendverbände" von HJ-Angehörigen besetzt worden war, stand auch lokalen Aktionen nichts mehr im Wege - die Entwicklung der "Hitlerjugend" zur "Staatsjugend" hatte begonnen. "Durch jahrelange Unterdrückung gefesselt und gebunden", so tönte es den Kölner bereits am 16. März 1933 aus dem "Westdeutschen Beobachter" entgegen, fordere die Jugend ihr Recht: " Deutschlands Zukunft ist seine Jugend! Drum unsere Forderung: hinein in unsere Reihen, hinein in die Hitler-Jugend!" 

HJ-Plakat aus dem Jahr 1935

Im Oktober 1933 veranstaltete die Kölner HJ eine Werbewoche, während der sie ihren Alleinvertretungsanspruch zum Ausdruck brachte. HJ und BDM nahmen "ganz und voll die Berechtigung" in Anspruch, "die Jugend zu sein, die allein den nationalsozialistischen Staat stützen und ihn mit aufbauen kann". Für andere Gruppierungen blieb da kein Raum, was das Plakat mit der Forderung "Hinaus mit allen Störenfrieden!" verdeutlicht.

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