Landschaftsverband Rheinland - Qualität für Menschen

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Verfolgung

Denunziation und Razzien

Die Gestapo hatte den Ruf, alles zu wissen und überall präsent zu sein. Dabei zählte die Kölner Gestapo mit allen Außendienstmitarbeitern nie mehr als 100 Personen, die gar nicht in der Lage sein konnten, alle Bereiche des öffentlichen und privaten Lebens lückenlos zu überwachen.

Neben ihrem effektiven bürokratischen Apparat waren es vor allem Spitzel und Denunzianten, die die Gefahr einer Allgegenwärtigkeit der Gestapo so real erscheinen ließen. Außerdem trat sie gern im Rahmen größerer Aktionen auf, um durch solche Razzien - ebenfalls häufig Ergebnis von Denunziation - Stärke und Präsenz zu demonstrieren.

Bei der "Osteraktion 1940" festgenommene "wilde Clique" aus Köln

Da die Gestapoakten vernichtet wurden, sind nur Bruchstücke von deren Handeln bekannt. Das belegt auch dieses Foto einer angeblich Ostern 1940 festgenommenen Kölner "Navajo-Clique"; von dieser Aktion - offenbar eine groß angelegte Razzia – wissen wir nichts. Das wenig vorteilhafte Erscheinungsbild der Gruppe sollte den von angeblich "asozialen" und "kriminellen" Charakter solcher Jugendlicher unterstreichen.

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