Landschaftsverband Rheinland - Qualität für Menschen

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Treffpunkte

Bunker

Nachdem der Luftkrieg Köln 1941 erreicht hatte und bis 1945 mit ungezählten Alarmen und 262 Bombenangriffen nicht mehr los ließ, wurden öffentliche Luftschutzräume und die großen Bunker auch für Jugendliche zu allabendlichen Treffpunkten, die sich hier die Zeit des Wartens mit Spielen und Musizieren vertrieben. Nach Auskunft vieler Zeitzeugen fanden hier auch jene ein, die ihre Ablehnung der HJ spürbar werden ließen. Außerdem wurden Bunker und Luftschutzräume zu Plätzen, an denen Nachrichten hinterlassen und Verabredungen getroffen wurden.

Der Eingang zum Dombunker in den frühen 1940er Jahren

Der Dombunker war sowohl für links- wie für rechtsrheinische Edelweißpiraten ein beliebter Treffpunkt. Ein im Oktober 1943 festgenommener Jugendlicher sagte etwa aus, er habe die letzte Zeit stets dort oder am Bunker in Köln-Mülheim zugebracht und dort regelmäßig übernachtet. "In dieser Zeit bin ich auch immer mit anderen Jugendlichen zusammen gekommen, die ebenfalls im Dombunker übernachteten, weil sie teilweise wohnungslos waren. Hierdurch bin ich in den Kreis der sogen. Edelweißpiraten geraten."

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